Mittwoch, 27. August 2008

Das ist Schiebung

Bilder zurechtrücken, die man sich macht von wem
ist wie Kulissen schieben.
Das schöne ist, du siehst ein bischen dahinter.
Das seltsame: Es ist doch so anders als von vorn.

Samstag, 23. August 2008

Zugegeben oder "JETZT oder NIE" (Gisbert zu Knyphausen singt)

Ich hätte gerne meine Hand in deiner halten lassen.

"Trägst du Kontaktlinsen?" fragtest du und "Nein," sagte ich "meine Augen glänzen nur" sagte ich auch - und "weil ich gleich weinen muss" sagte ich nicht.

Weil das Weinen hätte gar nix mit dir zu tun gehabt hat. Ich ziehe meine Hand zurück und deine streift nur noch meinen kleinen Finger.

Du hast mein Jetztgefühl verdient. Nicht eine katalysierte Konserve eines 21 Jahre alten Gefühls. Angeknipst von dem Song auf den ich Bühnenweinen gelernt habe. Diesen Song, den ich seit mindestens 8 oder 9 Jahren nicht mehr in der Öffentlichkeit gehört habe.

Ich ziehe meine Hand zurück.
Später - keine Handhaltesituation mehr.
Dann wäre ich ja diejenige gewesen, die den Mut aufbringen müsste die Tischzentimeter dazwischen zu überwinden.

Ich habe keine Ahnung ob du das vestanden hast und nicht auf dich bezogest.
Ich habe nur eine vage Ahnung, dass es beim nächsten Mal anders sein könnte.

Es gibt also nie ein jetzt ODER nie.
Zeit ist etwas tolles. Zeit ist mein Freund.
Immer. Das ODER zwischen Jetzt ODER nie.

Being Douglas Adams*

Jemgum, der

Tanz, den jemand der nicht tanzen kann vollführt, wenn er in einen noch klebenden Kaugummi getreten ist und versucht selbigen dezent und unauffällig von seinem Schuh zu befreien, was garantiert nicht unauffällig gelingt.

*à la "Der tiefere Sinn des Labenz - Wörterbuch der bisher unbenannten Gefühle und Gegenstände"

Flache Witze

Du: "Also bei mir ist das ja meistens so, dass meine Witze einfach zu flach sind, dass irgendwer drüber lachen kann!"
Ich: "Ach, mach dir nix draus; so flache Witze, die kann man dann immer ganz gut unter den Teppich kehren!"

(Doch doch - gestern war lustig. Wieso bin nur ich immer noch munter, wenn andere schon müde werden? Dabei wäre fast kuschlig-am-Rhein-Sitz-Wetter gewesen. Na ja, fast.)

Samstage die ich hasse

was alone, falling free
trying my best not to forget
what happened to us
what happened to me
what happened as I let it slip

(Placebo - Meds)

Kurios im bekümmerten Schwelgen an etwas, was schon längst Geschichte sein sollte, ist - dass ich nicht nur gerade jenen Song hörte als ich hier rumlas, sondern dass mir ein Gedanke kam. Ich nenn ihn jetzt mal Liebeskummer-Phänomen: Denn immer dann wenn es auch mir so geht und ich von anderen sehr, lese oder höre, die ich wenig bis nicht kenne, richtig, also im Netz, und mir dabei eine oder zwei Gemeinsamkeiten auffallen - Stadt, Haarfarbe, Hobbies oder Problemthemen, dann meine ich sofort, dass es sich doch um den gleichen Menschen handeln muss weswegen ich leide.

Mittwoch, 20. August 2008

Sommer, mich sehnts nach dir



... und wenn ich so nen Song zu schreiben imstande wär, dann hiesse er:
"Denk mich nicht zu sehr als irgendwer"

Dienstag, 19. August 2008

Das Nichtraucherzitat des Tages

>[ eine Raucherzone im Restaurant ist wie ein Pissbereich im Pool ]<-

Wie darauf wohl jemand reagiert der auf meine Äusserung obwegen "Meine Wohnung ist Nichtraucherzone" reagiert mit "der Nichtraucherinnen gegenüber tolerant eingestellt ist: in meiner Wohnung darf auch nichtgeraucht werden, wenn man nicht möchte." Verdammt guter Konter. Ich musste laut lachen. Ein Konter, den ich fast aus dem Mund von Georgette Dee mir vorstellen kann. Und das, das mag was heissen!

Allerdings ändert das nüscht an der inhaltlichen Anti-These meinerseits. Und: Ich überlege noch, ob ich das Zitat oben so ungeschminkt mitteile oder nicht. *lacht

Derweil sie an die ganz ganz ganz wenigen Supersonderausnahmen denkt, wo sie einen Raucher geküsst hat. Betrunken. Karneval. Okay okay, Abcheckmodusalarm. *lachtnochmehrübersich Woher soll ich wissen, ob ich überhaupt jemanden küssen mag, den ich nur per Mail bisher erfahren habe? Der schriftlich zwar äusserst anziehend rüberkommt, und es endlose Themen gibt wie es scheint, aber da doch einige ABERS und wieder seltsame Seltsamkeiten existieren. Mal gespannt wo das noch so hinspaziert.

Jedenfalls - Rauchen und insbesondere kiffen ist und bleibt the unsexiest thing on earth.
Schade manchmal, aber nicht zu ändern.

Wegen mir aufgehört haben ja auch schon zwei Männer. Und noch am selben Tag wo die Beziehung - einmal nach nem Dreivierteljahr, dann nach dreien - endete wieder angefangen. Prima, was? Ich sagsa ja: nur der Entschluss der aus einem selber kommt ist wohl von Langfristigkeit gekrönt.

So staune ich ja noch immer, dass eine frühere sehr enge Freundin, die seit kurzem wieder Kontakt mit mir aufgenommen hatte und die seit sie 13 ist rauchte und das nicht wenig - nun seit über einem Jahr aufgehört hat.

Beiträge zur deutschen Sprache oder why I really like the english language

Ich versuche mich gerade darin jemandem zu erklären, was schauspielen bedeutet - und was es für mich bedeutet. Und was es für viele Berufsschauspieler bedeutet. Also sofern ich das als Nicht-Berufsschauspielerin mir überhaupt anmassen kann - und natürlich gibt es da die verschiedensten Gründe. Aber ausnahmslos alle die ich bisher kennengelernt habe - und vor allem auch die Lehrer - verstehen es - im Gegensatz zum Durchschnittsbürger - als eine Arbeit bei der die Ehrlichkeit im Vordergrund steht.

Ein Paradox, welches der nichtschauspielende Durchschnittsbürger zunächst befremdend findet. Weil - was tut ein Schauspieler? Richtig: er schauspielert. Oder im günstigsten Fall spielt er - mit Rollen. Spielen ist in der deutschen Gesellschaft ohnehin im beruflichen Kontext suspekt bis verboten - Spaß an der Arbeit verdient es nicht bezahlt zu werden - aber das ist ein anderes Thema. Es ist in jedem Fall So-Tun-Als-Ob, schöner Schein, Falschheit, etwas was man nicht ist, jemandem etwas vormachen usw.

Jetzt begebe ich mich also auf die Suche - ich ver-suche mich in einer Erklärung - und stelle fest, dass - wäre ich ein Nicht-Muttersprachler - ich mich sehr viel direkter fragen müsste wo im Ver-Such der Irrtum steckt (Vorsilbe "Ver-"!), woran ich als Deutsche gar nicht mehr denke. Und komme drauf, dass all das Erklären im Englischen nahezu wegfällt.

Denn - "to act" - ist ein ganz normaler Vorgang. Ohne jegliche Nebenkonnotationen des Unehrlichen oder unverschämt Naiven. Um dann einerseits überraschend andererseits ganz logisch wieder doch auf das Spiel zurückzukommen - "a play" - was nebenbei nicht unbedingt was mit einem "game" zu tun hat. Wobei "to enact a play" - ein Stück aufführen bedeutet und - besonders schön den Bogen schlagend - "to play-act" - sich verstellen (!). Gerade letzteres ist es weshalb ich zuweilen die englische Sprache um einiges präziser finde als das vermeintlich klare Deutsche.

I really miss talking to you.

Wenn es Regenbögen nicht schon gäbe

hätte sie Disney sicherlich erfunden.

Mittwoch, 13. August 2008

He supposed to be someone else

Today I recieved a xing-contact from someone I know 20 years ago which I supposed to read as a heavymetal fanzine writer when googeling for him years ago, smiling, nodding - yeah - that's what he is - his long straggly hair like at middle school one could recognize although the picture wasnt sharp at all, bad photoshopped as a rocker supposed to be - And today - suddenly have to recognize that I must have been wrong, that it was just a person with the same name. It would have suit him, to be that man.

What he IS instead, is a high succesfull sleazy CEO of a top agency - of HIS top agency with shimmering-shinging webpage in Vegas-Style as experienced in Dubai - now in a big german City with international reputation. Since years.

Never judge a book by its cover. And a rocker by his guitar riffs at the age of 15.

Besessene Bänke

Die Bank auf der ich dich fast geküsst hätte, damals
und später dann nicht mehr
hast du gestern besessen.

In einer Stadt von 300 km entfernt von jener warst du zu Besuch
in noch vor kurzem meiner Stadt
und besassest unsere Bank.

Schriebst mir davon ohne zu wissen,
dass das Haus dahinter meins,
die Erinnerungen darauf unsere waren.

Schriebst von dem Gefühl, dass du hattest.
"You are leaving the american sector."
Assigned.
Vorsicht - Besatzungszone.

(Ja, das steht mit Absicht unter "scribbeln", ich werd meinen Blog wiedre nämlich mehr als Skizzenblog nutzen)

"Put it on the back burner"*

this came in my mailbox at 23:12:

Dear Catherine,

Your word for 13th August 2008 is

* * * Put it on the back burner * * *

(*** the rest of the mail, just for your intereset, above)

just in the moment when finishing the answer to YOUR mail from some hours ago where your assumed happiness covers even your well-trained politeness when announcing to ME after all as someone who has NO money, that you finally found a new gf who has money to travel with you.
Seeing me feeling through it all: Envy - indeed, I AM, love's grief, resignation about the next roundaboutaboutabout .... hurting, sadness, goodbyeness, all ... writing the first answer and knowing I won't share the RAW hurt, the raw me. With what intension? As I did not found a good answer I decided to follow the rule to consult my pillow to come to this answer I wanted to share with everyone here because there is a lot of trueness in it - and at least because I am proud of finding good words. Ha.

"Doing ok?" you're asking. Here's what I say:
"Sure -
I’m going to feel great –
if MY next partner has the courage to tell the truth - always – without exeption – and believes ME the same way.
If HE asks for things and thoughts and feelings he doesn’t understands instead to preassume.
If HE is strong enough NOT to let go something what he really enjoys because its ME who wishs it – just to please me.
If HE didn’t give into jealousy or hides but talks.
If HE didn’t mind and even didn’t get tired answering questions from others about ME, his partner, because he’s proud of me.
If HE has REAL better arguments for ME as if I have money or not.
If HE behaves not like a teeny to restage the past and IF – as I would be in danger to do the same – have the courage to go through instead of hiding – I’ll take his hand, if wished, I promise.
If HE enjoys to hear my voice, to see, smell, touch and feel me personally. ME.
If HE’s listening to me – spoken nd written and without words – and just understands me – and if nots – will try it.
If HE is man AND human enough to take me as I am – in good times and bad times.
If HE respects me and talks of me not as any old shortcut nor and “babe”.
If HE has the same big heart like ME and accepts, even enjoys it.
If HE likes even loves our story as it IS and not as it should be.
If HE believes in LOVE (and not in fate), not matter if at first sight or not.

And – not ;-) - because in a state of tbc (irks – a shortcut) - at least:

If HE will travel with ME to XXX or YYY or even both or just somewhere else where breathtaking beauty meets atmosphere next year.

And if ///I/// take it as if there were NO ifs ..."

And when thinking wheater I wrote this for me only or to share it with YOU I got first this mail - and when taking a short walk to my bedroom and switching on the TV and zapping to arte, walking back to my computer suddenly a slightly known voice started more to mumble than to sing: "ndya - hown many roads must a man walk down ...." - and I swear I don't think this up! - walking back to the TV although there was no need to reassure at all - and there you are - indeed - it's him, Bob Dylan. And again I walk back and there would be no more signs to send it, no better time to send it NOW, to the greatest Dylan fan I know.

----

This night no nightmares, please ...

Sleep well, don't loose you.

----



***Please choose the correct definition and click the link.


a) Do it as soon as possible (it's important)
http://www.owad.de/check.php4?id=2120&choice=1&sid=1128199

b) Do it now (it's urgent)
http://www.owad.de/check.php4?id=2120&choice=3&sid=1128199

c) Do it later (it can wait)
http://www.owad.de/check.php4?id=2120&choice=5&sid=1128199


Happy guessing!

Paul Smith

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